Veranstaltungen - Tauchreisen Archiv - 2006



Diamond-Tour 2006

Eigentlich war es nicht zu erwarten, dass das taucherisch-jährliche Highlight von Tauchsport WAVE in diesem Jahr noch übertroffen werden konnte. Was zuerst wie eine Fortsetzung der seit 7 Jahren in Serie stattfindenden Tauchsafari mit der Heaven Diamond auf dem Roten Meer aussah, überbot in diesem Jahr alles bisher Erlebte.

Anders als in den Vorjahren flogen 14 Taucher und Taucherinnen am 19.10.2006 -ohne Umwege und Bustransfer über Hugharda- direkt von Düsseldorf nach Marsa Alam. Von dem Zeitpunkt an, als wir die Heaven Diamond betraten und wo uns in bester Heaven-Fleet-Manier für eine Woche die Schuhe abgenommen wurden, mussten wir uns um nichts mehr als das Tauchen kümmern, denn für Heaven Diamond wird Dienstleistung groß geschrieben. So sei hier angemerkt, dass die 3 bis 4-gängigen Mittags- und Abendmenüs sowie die edlen Getränke absolute Spitze waren und jeden Versuch der Gewichtsreduktion zum Scheitern verurteilten. Auch wurde erneut deutlich, dass nicht nur das Tauchen auf der Heaven Diamond groß geschrieben wird. Denn zwischen den Tauchgängen luden nicht nur die Doppelbettkabinen oder die klimatisierte Messe zum Erholen ein, sondern vor allen Dingen die großzügigen Sonnendecks, die gerade bei den konstanten 30 Grad Wärme bei ständiger Sonne als Inseln der Erholung zum Relaxen bei den gutgekühlten (kostenlosen) Getränken einluden.

„Einfach nur genial“ – mit diesen Worten tauchten die ersten WAVE’er bereits am dritten Tag an den Brother Island wieder auf. Großfischkontakte waren schon erwartet, dass aber hier bereits Haie verschiedener Gattungen wie Longimani, Hammer- und Riffhaie unsere Tauchgruppen begleiteten und sich dieses Bild fast täglich wiederholen sollte, war in dieser Menge und Vielfalt nicht vorhersehbar gewesen. Faszinierend die Ruhe dieser majestätischen Großfische, die ohne jegliches Gefährungspotential für Taucher ihre Bahnen zogen und uns allenfalls das eine oder andere Mal neugierig beäugten.

Die täglich bis zu vier Tauchgänge an einigen der Top-100-Spots waren das Größte, was die Teilnehmer erleben konnten. Dabei zeigte es sich, dass die von den beiden an Bord anwesenden Tauchguides angebotenen Tauchgänge nicht nur etwas für „Hardcore-Diver“ waren, sondern auch den 7 erstmals auf der Heaven Diamond anwesenden „Youngstern“ gute und entspannende Tauchmöglichkeiten boten.

Unser Schiff der Diamondklasse machte mehrere Tage an beiden Brother Islands, Elphinstone, Shab Shouna und Abu Dhabab fest und ermöglichte phänomenale Tauchgänge in dem 28 Grad warmen Wasser bei ständig blauem Himmel und nur moderatem Wellengang. Ausgesetzt in kleinen Gruppen zu jeweils sechs Tauchern durch die beiden Zodiacs der Heaven Diamond waren hervorragende Tauchgänge an den Dropouts, den vorgelagerten Riffdächern, an den Wracks der Aida und Numibia sowie der Heaven one, in lichtdurchfluteten Höhlen und dem Bluediving zu den Hammerhaien möglich. Nach dem Aufblasen der pflichtgemäß mitgeführten Rettungsbojen bereits beim Sicherheitsstopp erfolgte umsichtig und problemlos das Aufnehmen der Taucher wieder in diese Schlauchboote, sofern eine direkte Rückkehr zur Heaven Diamond nicht möglich war.

Abschließend war für alle Teilnehmer nach einer Woche klar, dass phänomenale Tauchgänge und Erholung auch diese Reise zum absoluten Highlight dieses Jahres machten.

Diashow Brother Islands 2006


Dahab, 19.-23.3.2006

Unterschiedliche Tauchqualifikationen verlangen unterschiedliche Tauchreisen. Tauchanfänger sollten deshalb Boots- und Strömungstauchgänge vermeiden. Gerade für diese Gruppe von Tauchanfängern bot sich ein einwöchiger Tauchurlaub in Dahab/Ägypten an, der zu dem auch für den kleinen Geldbeutel unbeschwertes Tauchen für einen Gesamtpreis von 650 € inklusive Flug, Übernachtung mit Halbpension und Tauchpaket ermöglichte.

Einer unser Tauchlehrerassistenten begleitete ein Gruppe von „Frischlingen“ nach Ägypten auf den Sinai. Dahab ist im südlichen Sinai im Golf von Aqaba ein beschaulicher kleiner Ort ohne den sonst üblichen Touristenrummel, jedoch mit einer Vielzahl von Tauchbasen und schönen ortsnahen Tauchspots, die alle nach einer kurzen Fahrt mit dem Jeep vom Strand aus betaucht werden können.

Nach nur 4 Stunden Flugzeit nach Sharm El Sheik und dem einstündigen VIP-Shuttle der Tauchbasis wurde die Gruppe im Hotel und Tauchbasis der INMO-Diver mit einem kühlen Getränk begrüßt. Das war nötig, weil in dieser Jahreszeit die Temperaturen am Tage bei 27 Grad und in der Nacht nie unter 20 Grad lagen.

Täglich fuhren wir nach dem auf der Hotelterrasse eingenommenen Frühstück und dem optionalen Mittagessen mit einem der hoteleigenen Jeeps zu einem der ortsnahen Tauchspots. Bekannte Namen wie Blue Hole, Canyon und Islands sprechen für sich selbst. Nach bequemen Einstiegen vom Strand aus gleitet man durch malerische Korallenformationen zwischen bunten Fischschwärmen in eine traumhafte Unterwasserwelt. Wo eben noch in Deutschland die Sicht und Wassertemperatur eher dürftig war, schwebt hier bei einer Top-Sicht in einem mit 22 Grad angenehm warmen Wasser (endlich mal ohne Eisweste) durch traumhafte Unterwasserlandschaften mit pittoresker Fauna und Flora. Ohne Kämpfen mit Strömungen und hohen Wellen sind die Taucher in der Lage, uneingeschränkt zu genießen.

Und wer an den noch verbleibenden sonnigen Nachmittagen weder den INMO-Vitamin-Cocktail oder das Örtchen Dahab genießen möchte, der taucht (kostenlos!) mit seinem Buddy an dem nur 20 Meter entfernten Hausriff des Hotels.

Weil unser Tauchen in Dahab eben kein Hardcore-Diving war, boten sich am Abend genügende Urlaubs- und Freizeitmöglichkeiten an. Auf der nahen Strandpromenade reihen sich kleine Lokale wie Perlen auf der Schnur aneinander, wo auf Sitzkissen Getränke jeder Art und Wasserpfeifen bestellt werden können. Oder wir ritten auf Kamelen in die Wüste, wo das Hotel in einem Wadi am Lagerfeuer unser Abendessen bei Musik und Tanz bereitet hatte.

Noch ein Wort zu den Bombenattentaten in Dahab. Dahab deshalb von der Liste der möglichen Reiseziele zu streichen, ist falsch. Abgesehen davon, dass die ganze Welt vom Terrorismus betroffen ist, sollten wir immer bedenken, dass das Ziel der Terroristen die Zerstörung des Tourismus ist. Wir spielen letztlich den Terroristen in die Hände, wenn wir ganze Länder deshalb meiden würden. Und wir würden die Menschen „bestrafen“, die ohnehin schon Opfer des Bombenterrors sind. Das darf nicht sein, so dass jeder Tauchinteressierte weiterhin Dahab in seiner Tauch- und Urlaubsplanung mitführen sollte.





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