Veranstaltungen - Tauchreisen - Archiv - 2009

Flusstauchen im Tessin. Ein Bericht von Stefanie Hake

Tag 1 „Die Anreise“: 

Nach einer kurzen Nacht ging es gegen 3 Uhr nachts Richtung
Schweiz mit gekochten Eiern, Frikadellen, Würstchen und Urlaubsfeeling.
Nach zwei Pipipausen und einmal Tanken vor der Grenze
ging es mit Musik von Eros Ramazotti zum Vierwaldstättersee,
wo Norbert, Andreas und ich den ersten Tauchgang vor den Augen von Hotelgästen machten.

Um 14.00Uhr waren wir an der Osteria Vittoria unserem Heim für die
nächsten Tage.
Eine kurze Tauchplatzbegehung an der Römerbrücke und schon hielt uns nichts mehr davon ab ein Bruscetta (geröstetes Brot mit Tomaten)
und ein Getränk zu uns zu nehmen.

Leider wollte das Wetter diesen Nachmittag nicht ganz mitspielen und wir bekamen unser erstes Gewitter mit, also hieß es „Na gut, wir bleiben in der Osteria und üben Knoten und den Wurfsack zu werfen“.

Fragt mal Marcus, der beim Ausholen mit dem Wurfsack erstmal andere Gäste aus dem Restaurant vertrieb.

Tag 2 „der erste Tauchplatz“ Pozzo delle Misura:

Tauchplatzbegehung und Beurteilung und dann ging es los. Die Sicherheitsleine gespannt die Signalsäcke gefüllt und platziert und ab ins Wasser. Merke: Wer auf Frank achtet kommt wesentlich einfacher den Fluss hoch! Das letzte Stück zum Weißwasser war noch mal richtig anstrengend, aber wir haben es geschafft. Nach einer kurzen Verschnaufpause brauchte man sich nur mit der Strömung den Fluss bis zum Ausstieg treiben lassen und die wunderschöne ausgewaschenen Felsen bestaunen.
Oberflächenpause
Norbert packte sein ¼ Wagenrad Käse aus und alle anderen, was sie sonst so mit hatten.
Bei strahlendem Sonnenschein konnte man in Schnorchelausrüstung vom Felsen springen oder sich gut eingecremt in die Sonne legen.
Nach der Pause konnte jeder im Buddyteam ausprobieren den Fluss ohne Franks Hilfe hoch zu tauchen.
Nach dem schönen Tag und den bereits verbrannten Kalorien mussten wir Energie nachtanken was uns mit einer Riesenpizza und dem ein oder anderen Bier auch gelang



Tag 3 „Posse I und II“ der Weg ist das Ziel

Nach einem reichhaltigem Frühstück mit warmem Brot und Ovomaltine ging es zur Posse.
Posse I, wo es letztes Jahr wohl einen einigermaßen Abstieg gab, war nun alles bis auf Fußbreite weggespült, was für mich mit Höhenangst nicht
ganz einfach war. Durch gutes Zureden von Paul, der mich den Pfad runter brachte und Mithilfe von allen anderen, die meine Tauchsachen sowohl runter als auch rauf schleppten konnte ich diesen wirklich tollen Flussabschnitt betauchen.
Hier sei noch mal an euch alle ein großes DANKE gesagt.
Nach der Oberflächenpause ging es dann den Weg zu Posse II  runter.
Einstieg abgesichert, Signalsäcke gesetzt und los!
Die Strömung war schon ganz nett.
Oben am Wasserfall konnten wir super in der Strömung fliegen.

Immer noch Tag 3 der Nachmittag in Ascona
(Jazzfestival und gute Laune pur)
Am Nachmittag sind wir nach Ascona am Largo di Maggiore gefahren. Überall in den Gassen spielten Jazz und Dixiebands, sobald man die            Musik hörte wollten die Füße sich einfach nur bewegen. Sogar Benny, unserem Jüngsten mit 15 Jahren gingen die Pferde durch und drehte seinen Gutelaunepegel noch höher als er eh schon war.

P.S. Die Eisbecher in Ascona sind riesig.

Randnotiz: Wer mit Frank als Fahrer die Serpentinen nach Lavertezzo  „hochfliegt“ und es nicht verträgt sollte vorher ein Reisekaugummi kauen oder sich einen Festen Punkt am Horizont suchen.



Tag 4 „Bergseetauchen“

Auf dem Weg zum Lago di Sambuco - jawohl Sambuco nicht Sambuca oder Sangria- kann man im Maggiatal einen tollen Wasserfall bestaunen der immer für ein Gruppenfoto gut ist, bevor es mal wieder Serpentinen zum Bergsee auf ca. 1500Metern hochgeht.
Der Bergsee war mit 9Grad etwas kälter als der Fluss aber im Trocki angenehm zu betauchen. Nach dem wir von Frank noch eine Einweisung in Sachen tauchen in größeren Höhen sowie theoretischen Tiefen und verringerter Aufstiegsgeschwindigkeiten erhalten haben, sprangen wir in das tolle Nass.
Das Maggiatal abwärts im oberen Becken machten wir den letzten Tauchgang des Tages und unsere männlichen Taucher erhielten noch eine Lektion in Sachen Canoying und das es gesünder ist auf Franks Erfahrung zu hören.


Tag 5 „der letzte Tauchtag“

Da die Regenfälle in der Nacht es nicht zuließen im unteren Becken des Maggiatals zu tauchen, verbrachten wir unseren letzten Tauchtag an dem Ort wo alles anfing, dem Pozzo delle Misura. Diesmal wagten wir uns sofort in kleinen Buddyteams den Fluss hoch. Ich muss sagen es war einfach klasse und ein perfekter Abschluss für diesen Urlaub.

Beim letzten Abendmahl hatte jeder noch mal die Chance die letzte Salametto und eine fangfrische Trotta (Forelle) zu genießen, sowie den einen oder anderen Grappa. Zur Bildershow>>>>





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