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Schnuppertauchen für Jugendliche mit Behinderung

Is’ ja cool“ waren die ersten Worte von Dennis D., als er nach seinem ersten Tauchgang am 18.02.2007 im Hallenbad am Röttgen wieder auftauchte. Das Besondere hierbei ist, dass Dennis ein Jugendlicher mit mehrfachen Behinderungen ist! Alleine diese Aussage verdeutlicht den Erfolg des Projektes „Schnuppertauchen für Jugendliche mit Behinderung“ in Wuppertal. Was für die sechs Teilnehmer locker und unkonventionell erschien, bedurfte einer exakten Vorbereitung. Aus Gründen der Sicherheit und nach den Standards von PADI war es zwingend erforderlich, dass alle 12 Tauchlehrer von WAVE sich in mehreren Fortbildungen mit dem Thema „Tauchen und Behinderung“ befasst haben.

Und die Veranstaltung wurde für alle ein großer Erfolg. Jedem Jugendlichen wurden zwei erfahrene Tauchlehrer und ein Divemaster zur Seite gestellt. Da die Tauchlehrer Kopf, Hände und Beine unser jugendlichen Behinderten sein mussten, wurde in einer bestimmten körpernahen Formation zusammen mit einem Divemaster getaucht: Ein Tauchlehrer hatte von vorne den regelmäßigen Blickkontakt mit dem Jugendlichen und musste zugleich neben seinem eigenen auch dessen Equipment bedienen. Der andere Tauchlehrer wiederum hatte den Blickkontakt zum vorderen Tauchlehrer und führte zugleich den Jugendlichen unter Wasser. Dadurch war nicht nur die Sicherheit des Jugendlichen gewährleistet, sondern er war sich auch ständig der Nähe von zwei Tauchlehrern sowie einem Divemaster vertrauensbildend bewusst.



Nur einige Beispiele:
Roman (10 J.) ist körperlich und geistig behindert. Seine Einweisung und wiederholtes Knien dauerte sehr lange, aber die Geduld hatte ihren Lohn, nämlich einen Tauchgang von 15 Minuten und einen sehr glücklichen und selbstbewussten Roman.
Linda (16 J.) hat eine geistig retardierte Entwicklung. Nach einer nur kurzen Einweisungsphase entdeckte sie die Unterwasserwelt für sich. Selbstbewusst bestand sie auf einem weiteren Tauchgang, der natürlich mit ihr durchgeführt wurde, bevor sie mit einem immensen Ego den Pool verließ, nicht ohne vorher noch mit einem Tauchlehrer einige Runden schnorchelnderweise gedreht zu haben und von da ab den Namen „Torpedo-Linda“ zu bekommen.
Merlin (18 J.) leidet am Down-Syndrom, setzte schon sehr bald die erforderlichen Grundstandards zum Tauchen um und war derart vom Tauchen angetan, dass er auch seinen Vater „zwang“, einen Schnuppertauchgang zu absolvieren.
Und schließlich Dennis („is ja cool“) (17. J.), dem sein Handicap nach intensiver Unterweisung überhaupt nicht mehr anzumerken war. Er überlegt nach seinen positiven Erfahrungen, möglicherweise einen eigenen Tauchkurs zu absolvieren. Jeder Teilnehmer erhielt von WAVE eine Urkunde über die Teilnahme am Schnuppertauchen und eine kostenlose CD-ROM mit den Tauchfotos erhalten, die von den WAVE-Mitarbeitern über und unter Wasser gemacht wurden.

Als neuer Termin für ein Schnuppertauchen für Jugendliche mit Behinderung in Wuppertal steht bereits der 25.11.2007 fest. Bereits im Sommer diesen Jahres werden die Vorbereitungen für diese Veranstaltung mit dem Ziel beginnen, bis zu 20 Menschen mit Behinderungen Schnuppertauchen zu ermöglich.

Pressebericht Stadt Wuppertal

WZ (Westdeutsche Zeitung) Artikel








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