
In Niedersachsen zwischen Cuxhaven und Stade liegt einer der bekanntesten und schönsten Seen Deutschlands - der Kreidesee Hemmoor.
Dort wurden Mitte des 19. Jahrhunderts große Kreidevorkommen entdeckt und im Tagebau ausgebeutet um die Kreide zur Herstellung von Zement zu verwenden. Der Abbau wurde bis zum Beginn der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts durchgeführt und schließlich aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Mit dem Abstellen der Pumpen begann sich die Grube mit Grundwasser zu füllen. Dabei entstand im Laufe der Zeit das heute als Kreidesee Hemmoor bezeichnete Gewässer voll mit glasklarem, sehr kalten (4 bis 9 Grad Celsius) Wasser. Das schöne an diesem See ist, das viele der Gerätschaften, die während der Zeit des Kreideabbaus verwendeten Gerätschaften und Gebäude im See zurückgeblieben ist (Meisterbude, Baustahlmatten, Pkw, Rüttler usw.). Außerdem gibt es hier etliche interessante Steilhänge, die teilweise bis zu 60 m hinunter reichen.
Natürlich sind dies noch längst nicht alle Highlights im Kreidesee. Neben den Hinterliegenschaften aus den Zeiten des Tageabbaus befinden sich auch zwei wunderschöne Wälder in dem Gewässer: Einer von ihnen liegt zwischen Einstieg 1 und Einstieg 3 im Bereich 0-15m und ist somit auch für weniger erfahrene Taucher gut geeignet. Hier tummeln sich auch zahlreiche Fische (im Kreidesee wird auch eine Fischzucht betrieben). Der zweite Wald liegt auf ca. 40m an der Steilwand und somit schon an der Tiefengrenze auch von erfahrenen Sporttauchern.. Weiterhin liegen im Bereich Einstieg 1 und 4 zwei Autowracks. Es gibt also bei jedem Tauchgang etwas Neues zu entdecken.